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Rituelle Symbole
Muschelhorn (Shanka)
Die Meeresschnecke symbolisiert den Anfang der Existenz, die sich in spiralenförmigen Sphären entwickelt. Aus dem Wasser geboren stellt sie die kausalen Wasser dar, aus denen das Universum sich entwickelt hat und in die es sich auch wieder auflösen wird. Wenn es geblasen wird, stellt es den Urklang dar, aus dem die Schöpfung sich entwickelt hat. In alten Zeiten bliesen die Krieger ihre Meeresschnecken zu Beginn und am Ende der Kämpfe.
Opferung von Kokosnüssen in Tempeln
Die Kokosnuss stellt die Früchte der vergangenen Handlungen dar. Wenn diese Früchte, in der Form unserer Vasanas oder latenten Tendenzen, in einem Tempel oder dem Guru dargebracht werden, symbolisieren sie das Aufgeben dieser Vasanas.
Die Kokosnussschale stellt den groben Körper dar, und der innere Kokosteil stellt den feinen Körper mit all seinen Wünschen und Bindungen dar. Ehe wir dem Herrn eine Kokosnuss darbringen, entfernt der Priester die Schale zusammen mit dem Kokos, und lässt nur einen kleinen Kokosbüschel am Kopf der Kokosnuss übrig. Der Büschel stellt den einen Wunsch dar, den ein Mensch haben soll: den Wunsch, die Perfektion zu erreichen. Wenn der Priester die Kokosnuss darbringt, entfernt er den Büschel und zeigt die drei Augen auf der Schale. Das dritte Auge symbolisiert das "Auge der Weisheit," welches die intuitive Sicht des Selbst verleiht. Dann bricht der Priester die Schale auf, und zeigt den inneren weissen Kern, der das Aufbrechen des Intellekts symbolisiert und die Freigabe aller sattvischen (höchsten) Eigenschaften. Die Kokosnussmilch fliesst heraus zu Füssen des Herrn, das Verschmelzen des individuellen Selbst mit dem unendlichen Selbst symbolisierend.
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