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Tempelfeste
Im Verlaufe vergangener Zeitalter entstanden Tempelfeste aus den Gottesdiensten und entwickelten sich weiter. Das Sanskritwort für Fest "Utsavam" beschwört ein heiliges Bild herauf. Das Wort "Utsavam" bezeichnet einen Vorgang, bei dem Chaitanya oder spirituelle Energie von der Tempelgottheit zur Gemeinde und Umgebung fließt. Die göttliche Energie bzw. das göttliche Licht steigt also wie eine Fontäne auf und ergießt sich auf einen jeden im Dorf und bringt allen unabhängig von Kastenzugehörigkeit Segen. Feste stellten ursprünglich ein Hilfsmittel dar, um die geistige Kraft im Tempel aufrecht zu erhalten. Diese Kraft zieht die Dorfbewohner zur Suche nach Gott und zur Gottesverehrung in den Tempel. Selbst heutzutage führt diese spirituelle Kraft, diese reine Liebesschwingung, umherirrende und fehlgelenkte Menschen zu Gott, zum Tempel.
In früheren Zeiten blieben die Dorfbewohner während der Feste in ihrer Gemeinde und machten bei ihren eigenen Tempelfeiern mit. Ein Bestandteil des Festes war, daß der Priester die Tempel-Gottheit herausbrachte, entweder auf einem Wagen oder auf Händen getragen. Zusammen mit den anwesenden Menschen wurde die Gottheit in einer Parade feierlich durch den Ort geführt, wobei eine lebendige Atmosphäre entstand, durchsetzt mit Liebe, Hingabe, Tanz und Musik. Diese traditionelle Prozession, die auch heute noch abgehalten wird, bringt Gott, die Gottheit, persönlich ins Dorf und in alle Heime, um jeden zu grüßen und zu segnen. Der Tempel hielt auch Tänze, Schauspiele und andere Aufführungen mit religiösen und spirituellen Themen ab. Zu diesen Festen gehören z.B. Shivaratri und Ratha Yatra.
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