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Rede Ammas anläßlich einer globalen Friedensinitiative führender spiritueller Frauen

Amma erhält den Gandhi-King-AwardDie Regeln und abergläubischen Vorstellungen, welche die Frauen degradieren, haben in den meisten Ländern noch die Oberhand. Primitive Gebräuche, die von Männern erfunden wurden, um Frauen auszubeuten und zu unterwerfen, sind bis heute lebendig geblieben. Frauen und ihre Denkweise sind in den Spinnweben solcher Sitten verstrickt. Heute noch ist die Frau im illusorischen Netz des Alpdruckes gefangen, den sie so lange erfuhr. Die Erinnerung an die Schreckenstaten, die durchweg in der Geschichte an Frauen verübt wurden, sitzt sehr tief. Sie sind von ihren eigenen Einstellungen hypnotisiert. Sie müssen sich selbst helfen, um sich aus diesem magnetischen Feld zu befreien. Dies ist der einzige Weg.

Betrachten wir einen Elefanten. Er kann mit seinem Rüssel riesige Bäume ausreißen und aufheben. Solange ein gefangener Elefant ein Baby ist, bindet man ihn mit einem Seil oder einer Kette an einen Baum. Das Elefantenjunge ist noch nicht stark genug, um sich selbst zu befreien. Weil es aber die Natur der Elefanten ist, frei umher zu wandern, wird das Elefantenjunge instinktiv mit aller Kraft versuchen, die Kette zu zerbrechen. Wenn es erkennt, dass seine Anstrengungen nichts nützen, gibt es endlich auf und zerrt und ringt nicht mehr. Später, wenn der Elefant voll ausgewachsen ist, kann er mit einem dünnen Seil an einen kleinen Baum gebunden werden. Es wäre ihm ein Leichtes zu entkommen, weil er den Baum entwurzeln oder das Seil zerreißen könnte. Durch die früheren Erfahrungen ist sein Geist jedoch konditioniert, er macht nicht den kleinsten Versuch, sich zu befreien.

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