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Amritavarsham 50 - Interview mit Yolanda King

Yolanda King, Tochter von Martin Luther King Jr., spricht mit der Presse über Amma (25. September 2003)

"Nach Ammas Darshan fühlte ich zum ersten Mal in meinem Leben vollständige Erfüllung."

Yolanda King mit AmmaFrau Yolanda King, Schriftstellerin, Dozentin, Direktorin, Tochter von Rev. Martin Luther King Jr. und beteiligt an der Leitung des Martin Luther King Jr.-Zentrums für Gewaltfreie Soziale Veränderungen, eröffnete die Fraueninitiative beim Amritavarsham 50 mit einer inspirierenden Rede. Später hatte sie bei einer Pressekonferenz Gelegenheit, Fragen zu beantworten.
Sie zog das Publikum mit ihren offenen und ehrlichen Antworten in ihren Bann.

"Zunächst einmal ist es eine Freude, hier zu sein. Im Juni dieses Jahres begegnete ich Amma und hatte meinen ersten Darshan. Es waren unglaublich erhabene Augenblicke für mich. Ich empfand ein tiefes Gefühl der Erfüllung, das ich zuvor nicht erfahren hatte. Es wurde allen meinen Bedürfnissen gerecht und ich spürte, wie sich ein ungeheures Ausmaß von Liebe in mein Wesen ergoss. Danach begann ich, ihre Biographie zu lesen und mich ihr durch ihre Aussagen zu nähern. In einem neuen Buch, das ich bald veröffentliche, werde ich auch Aussagen von Amma aufnehmen. Dann war ich begeistert, eine Einladung für diese wunderbare Versammlung zu erhalten. Auch wenn ich viele Konflikte auszustehen hatte, um hierher zu kommen… es schien einfach nicht die richtige Zeit zu sein. Doch schließlich lösten sich all diese Konflikte auf, und nun kann ich die ganze Zeit über hier sein.

Ich glaube, dass das, was Amma gerade jetzt in der Welt tut, besonders und einzigartig ist. Überall in der Welt bewirken Menschen Gutes und ich glaube, dass insgesamt mehr gute als schlechte Dinge getan werden, auch wenn die Medien mehr Nachdruck auf die schlechten Dinge zu lenken scheinen. Aber bei Amma handelt es sich um etwas absolut Einzigartiges - sie ist eine Frau, sie ist eine wirkliche Verkörperung dessen, woran sie glaubt, sie ist echt, sie ist das einzig Wahre! Oftmals sprechen Leute davon, wie wir sein müssen und wie wir uns zu verhalten haben. Aber Amma tut es einfach. Sie ist es. Sie ist Mitgefühl, Liebe und Vergebung. Sie inspiriert so viele andere Menschen durch die Ausstrahlung ihres Wesens. Und daher sind wir alle so gesegnet, dass wir uns hier befinden. Ich hoffe, ich werde Gelegenheit haben, öfter mit ihr zusammenzukommen, um zu sehen, ob wir irgendwie gemeinsam agieren können."


Warum suchen so viele westliche Menschen nach Inspiration bei östlicher Weisheit und Gurus?

"Ich habe festgestellt, dass die östliche Weisheit mehr Nachdruck auf das Innere legt, während die westliche Philosophie mehr den äußeren Aspekt betont, das heißt, darauf, die Antwort außer dir selbst zu finden. Hier im Osten tendiert man dazu, nach Innen zu blicken, um eine Antwort zu erhalten. Das ist es auch, woran mein Vater fest glaubte: im Innern die Kraft der Liebe zu finden, um uns selbst und die Menschen um uns herum zu verwandeln. Das hat auch mich dazu getrieben, meinen Horizont zu erweitern, um diese überaus kostbaren Traditionen in mich aufzunehmen."


Was für ein Buch schreiben Sie gerade?

Yolanda King"Es wird ein Buch sein, das Weisheit aus verschiedenen Traditionen enthält: "Öffne meine Augen, öffne meine Seele". Es erscheint im Januar 2004. Es ist ein Buch, welches dazu beitragen soll, unsere Augen zu öffnen, um unser Einssein zu erkennen, um einzusehen, dass wir alle aus derselben Quelle stammen. Wir sind alle eine Familie und es gibt niemals genug Gelegenheit, diese Botschaft zu verbreiten. So sammelte ich persönliche Geschichten und bewegende Zeugnisse über Sinneswandlungen, die unser Einssein allen vor Augen führen. Auch wenn wir es uns kaum klarmachen, wir sind miteinander verbunden in einem unentrinnbaren Netzwerk der Gegenseitigkeit. Ammas Worte kommen auch in dem Buch vor. Ich verwende ihr Zitat über den Weltfrieden:

'Die Welt ist wie eine Blume. Jede Nation ist ein Blütenblatt. Wenn ein Blatt verseucht ist, wird es dann nicht alle anderen Blätter in Mitleidenschaft ziehen? Wird die Krankheit nicht das Leben und die Schönheit der Blume zerstören? Ist es nicht die Pflicht eines jeden von uns, die Schönheit und den Duft dieser einen Weltblume zu schützen und davor zu bewahren, zerstört zu werden? Diese unsere Welt ist eine große, wunderbare Blume mit vielen Blättern. Nur wenn dies verstanden wird und tief in unserm Innern Wurzeln schlägt, wird es wirklichen Frieden und Einheit geben.'

Mein Vater war stark von Mahatma Gandhi beeinflusst. Wir hatten sein Bild in unserem Haus und erfuhren von seinem Kampf, lasen seine Bücher. Wenn ich nach Indien komme, fühle ich eine überaus starke Verbundenheit mit diesem Land. Ich empfinde mich wie einen Teil des indischen Volkes wegen der Bedeutung, die Gandhi für uns hatte."


Worin besteht der Vergleich zwischen Ihrem Vater und Amma?

"Sie haben viel Gemeinsames, es gibt eine starke Verwandtschaft zwischen meinem Vater und Amma, sie haben vergleichbare Philosophien. Sie besitzen die enorme Fähigkeit, diese Philosophien in wunderbaren Worten auszudrücken, in Worten, die die Menschen zum Handeln bewegen. Mein Vater und Amma sind verwandte Seelen".


Sollten Religion und Politik in der Zukunft kooperieren?

"Es ist wichtig, Spiritualität in die Politik zu bringen; die Prinzipien, dass wir alle eins sind und dass wir aus derselben Quelle stammen, müssen Eingang ins politische Leben finden. Nur dann sind wirklicher Wandel und Frieden möglich. Im größten Teil der Welt ist die Politik korrupt. Wir benötigen diese leitenden spirituellen Maximen, um die Politik zu unterstützen. Der Dalai Lama hat kürzlich gesagt, Krieg sei überholt, und ich kann ihm nur mit ganzem Herzen zustimmen. Diese Art von Prinzipien sollten wir alle verstehen."


Sollten Frauen bei all diesen Dingen eine größere Rolle spielen?

"Männer und Frauen haben beide eine Aufgabe. Sie müssen zusammenarbeiten. Frauen müssen dazu erzogen werden, ihren Meinungen Ausdruck zu verleihen, aktiver zu werden. Männer und Frauen müssen den Weg zusammen gehen, Hand in Hand."