Amritavarsham 50
Über Amma Amritavarsham 50 - Rede von Swamini Niranjananda Auszug aus der Rede von Swamini Niranjananda, Resident Acharaya der Chinmaya Mission International Foundation im Rahmen der Frauen-Initiative "Embracing Universal Motherhood for Peace & Harmony" ("Das Umarmen universeller Mütterlichkeit für Frieden und Harmonie"): "In den Brihadaranyaka Upanishaden wird gesagt: Am Anfang war nur das Kosmische Sein, so etwas wie ein neutraler Zustand, der das Männliche und das Weibliche als höchste Prinzipien vereinte. Dieses Einssein teilte sich selbst in ein Zweisein, in das Männliche und das Weibliche, oder nach der chinesischen Tradition, in das Ying und das Yang. Da sie einander ergänzen, können sie das höchste Lebensziel nur erreichen, wenn sie sich in ihren Fähigkeiten ergänzen und nicht miteinander konkurrieren
Der Rig-Veda zeigt die Frau dem Manne sowohl in der weltlichen als auch spirituellen Sphäre als ebenbürtig. Es wurde noch nicht zwischen Jungen und Mädchen unterschieden wie in späteren Zeiten. Beide wurden gleichermaßen zur Erziehung in die Gurukula geschickt, und beide bekamen die sogenannte Heilige Schnur zum Beginn ihrer Studienzeit. Im Gegensatz zur semitischen Kultur, in der das Oberhaupt Gottes als Vater angesehen wurde, vermochten unsere Rishis gemäß ihrer subtilen Auslegung Gott als Mutter zu sehen. Vielleicht ist Indien heutzutage das einzige Land, in dem Gott als Mutter verehrt wird... Unsere Upanishaden verkünden 'Matru Devo Bhava', das heißt, sie verehren die Mutter als Gott, denn sie ist ihren Kindern ein lebendiger Gott.... Die Kraft, aus dem das Universum existiert, ist der ewige Herzschlag einer Mutter des Mitgefühls, der Liebe, der Furchtlosigkeit und der Selbstlosigkeit... Mata Amritanandamayi, Amma ist ein überwältigendes Beispiel solcher universellen Mütterlichkeit. Mit ihrem eigenen Leben ist sie Vorbild für die universelle Mütterlichkeit. Aus einem vernachlässigten Kind wurde sie zu einer Mutter für Millionen Devotees und Verehrer rund um die Welt. Sie sieht keinen Unterschied zwischen Mann und Frau, zwischen Nationen, Kasten und Religionen. Aus ihrer Einheitsschau vermochte sie die Türen ihrer Tempel für Priesterinnen zu öffnen, obwohl Priesterschaft als Karriere für Frauen noch immer weltweit tabuisiert ist. In ihrer überwältigenden menschlichen Güte hat sie zahlreiche Einrichtungen und Dienste ins Leben gerufen, mit denen Menschen in allen Lebensbereichen unterstützt und gefördert werden. Das ist Vedanta in seinem ureigenen Sinn. Eine Mata Amritanandamayi trägt tiefer bei zur Integration der Völker der Welt als Organisationen wie die U.N.O. Liebe ist die erfolgreichste Eroberin." |