Amritavarsham 50
Über Amma Amritavarsham 50 - Interview mit Br. Dr. B. Budhacharan Br. Budhacharan ist Dr. phil. der Brahmavidhya (Wissenschaft Kreativer Intelligenz) an der Europäischen Maharishi Universität in Seelisberg, Schweiz. Er ist gebürtiger Chinese, lebt als Thai-Mönch und verbrachte sieben Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika und fünf Jahre in verschiedenen Ashrams in Indien, u.a. in Noida. Er studiert und praktiziert seit dreißig Jahren die Heiligen Schriften der Veden, den sog. Vedanta und lebt seit 25 Jahren als Mönch. "Von meiner Grundeinstellung her bin ich Mönch und bin als Buddhist aufgewachsen. Der Vedanta hat meine Individualität zur Universalität ausgeweitet. Deshalb verehren wir Amma und alles, was sie macht. Ich denke über den Buddhismus und Hinduismus hinaus als die Zweige, die vom Stamm des Vedanta genährt werden. Wir können den Weltfrieden nur erreichen, wenn die Religionen sich als Zeige des Hauptstammes verstehen, der reines, ursprüngliches Wissen ist.Interessanterweise traf ich einige Jungen im Teenageralter zwischen 13 und 18 und fragte sie, was sie so denken. Darunter war ein sehr ungewöhnlicher Junge aus einer Brahmanen Familie. Deren sehr einflussreiche Abstammungslinie ist das Vishwasthama, dem ganz besondere erleuchtete Seelen entstammen. Sein Vater arbeitet als Ingenieur in einem Unternehmen. Das erstaunte mich. Ich konnte ihm vermitteln, dass er in seiner Eigenschaft als Brahmane die Veden studieren solle, da dies sein dharma sei. Auch wenn er es zunächst nicht zu begreifen schien, ist er sich dessen inzwischen bewusst geworden. Heute Morgen dachte ich darüber nach, einige Schulen im Sinne des Gurukula-Erziehungssystems einzurichten. Die Welt hat nämlich ohne den Lebensquell des vedischen Wissens keine Zukunft mehr. Ich bin gerade dabei in Thailand eine solche Schule ins Leben zu rufen und die Region dort mit der vedischen Wissenschaft vertraut zu machen. Wenn dieses reine Wissen der Veden das Nervensystem der einzelnen Individuen durchströmt, werden sich die Grenzen zwischen den Nationen aufheben, davon bin ich überzeugt. Diese vedische Wissenschaft erkennt die Natur ganzheitlich als Urgrund der Schöpfung. Es gibt einen besonderen Entwicklungsprozess, yagya, was so viel heißt wie Transformation oder Evolution. Die Veden lehren wie aus diesem Evolutionsprozess der eigentliche Weltfrieden erwachsen kann. Da der Gesellschaft das Verständnis für dieses reine Wissen fehlt, wird der Weltfriedensprozess gehemmt. Oder anders gesagt, der Mensch entwickelt sich nicht so wie es seiner ursprünglichen Natur gemäß wäre. Deshalb kommen einzelne Religionen zu dem Schluss, das Leben bedeute Sünde oder Leid. Wenn wir morgen den Weltfrieden erlangen wollen, sollten wir jetzt eine große Gruppe von Schülern des Vedanta zusammen bringen, um mit yagya ein Ritual für den Weltfrieden zu vollziehen. Der Weltfrieden entsteht nicht dadurch, dass jemand darüber nachdenkt, darüber redet oder dass irgendein Abkommen unterzeichnet wird. Er entsteht auf der Ebene der kosmischen Realität, das heißt unseres eigenen Selbst, der Ebene der reinen Existenz, des Atmans oder Amma. Das ist Gott selbst. Wir müssen dort gar nichts tun, sondern einfach nur erfüllen. Der Mensch muss lernen in dieser Realität zu Recht zu kommen. Krishna lehrte Arjuna in der Bhagavadgita mit den Worten, 'Yogastah guru kamain', das heißt, "Verankere dich in deinem Selbst und verwandle dein Tun". So ist es zu verstehen, was Amma gestern Abend sagte: Sei mit Gott und überlass dich Gottes Fürsorge. Wenn Amma jetzt eine Vedische Schule eröffnet, wird der Radius ihrer Unternehmungen enorm erweitert. Sie geht damit zurück zum Ursprung der Schöpfung und Inspiration." Sneha Moawad |