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"Für Schwimmer ist es ein Vergnügen, im Wasser zu sein"
16. März 2005 - Amritapuri
Die dreißig Kinder aus Alappad, die zur Zeit im Zentrum Schwimmunterricht bekommen kamen mit einem Wunsch zum Becken: würde Amma mit ihnen schwimmen gehen?
Es machte schnell die Runde, und bald sprachen alle Leute aufgeregt darüber: Hast Du schon gehört, Amma möchte heute mit den Dorfkindern schwimmen gehen?!
Ungefähr um vier Uhr dreißig war Amma damit fertig, Darshan zu geben und ging die Wendeltreppe hinunter. Etwa fünfzig Dorfkinder waren da, hatten sich in einer Reihe aufgestellt und warteten auf sie. "Amma, gehst du mit uns ?", fragte eines.
Amma dachte kurz nach und sagte dann, "geht euch waschen und zieht euch um, dann wird Amma kommen."
Die Antwort der Kinder war unerwartet: "Nein, Amma, bitte gehe erst etwas essen und dann kannst du kommen."
Nach einer halben Stunde kam Amma zum Pool. Sie trug einen pink farbenen Badeanzug. Die Kinder zusammen mit ihren Kursleitern, bei denen sie schwimmen lernten (ein Teil des Katastrophen-Hilfe-Plans des Zentrum) waren bereits dort und warteten im flachen Teil des Beckens.
Als Amma ins Wasser kam, gerieten die Kinder einfach außer Rand und Band, ehrlich gesagt. Das Bad schien von den Schreien zu explodieren, Wasser spritzte und das Chaos war so groß wie die Menge Kinder im Wasser. Es war wirklich schwer zu glauben, dass einige der Kinder noch vor einer Woche so viel Angst hatten, dass sie nicht einmal wagten einen Fuß ins Wasser zu stecken.
Amma verbrachte eine Stunde dort und half verschiedenen Kindern, im Becken herum zu schwimmen. Oft bot sie sanfte Hilfe an, wenn sie sich mit Schwimmstößen vorantrieben. Amma nahm auch kleine Kinder auf den Rücken und schwamm mit ihnen hin und her, hier hin und da hin. Sie brachte ihnen bei, sich die Nase zuzuhalten, wenn sie tauchten und dass es nicht nötig ist, sich dauernd das Gesicht abzuwischen, wenn sie beim Schwimmen ins Wasser ein- und auftauchten.
Als Amma mit den Kindern herum schwamm musste man unwillkürlich an etwas denken, was Amma in einem ihrer Satsangs sagt: "Für einen, der schwimmen kann, ist es im Meer ein Vergnügen. Aber jemand, der es nicht kann, kann darin ertrinken."
Was tat Amma im Schwimmbecken? Kindern schwimmen beibringen oder die Saatkörner einer Beziehung säen, die sie in den kommenden Jahren unterstützen würde. Ging es darum, sie zu Meisterschwimmern zu machen oder darum, dass sie ihr Leben in den Griff bekommen? Oder ging es in Ammas einzigartiger Weise um beides?
Nachher bot Amma vor ihrem Zimmer allen Kinder Chai (Tee) und Vadas (Snacks) an. Sie dankten ihr dafür, dass sie mit ihnen schwimmen war und sagten ihr, dass sie Amma liebten. Sie baten Amma dann noch darum, sie zu segnen, weil ihre Prüfung kurz bevor stand.
"Amma war nur bis zur vierten Klasse in der Schule," erzählte ihnen Amma.
"Nein," erwiderten sie. "Du bist die Meisterin."
- Sakshi
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