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Die andere Art zu feiern - Japanische Studenten bauen Häuser für Amma
13. März 2005 - Amritapuri
Frage einen Studenten, was er im Urlaub zu tun gedenkt. Wahrscheinlich wirst du eine Antwort bekommen, die irgendwo zwischen Strand, Tanzen und Feiern liegen wird. Aber 93 Studenten aus Japan haben beschlossen, auf anderem Weg Erholung vom Studieren zu bekommen: nach Indien reisen, Betonblöcke abladen und Fundamente für Ammas Tsunami-Hilfsprojekt "Kostenlose Häuser" graben.
Diese Studenten sind in der IVUSA organisiert (International Volunteer University Student Association), die eine Partnerschaft mit Ammas Zentrum gegründet hat, in der fast jedes Jahr seit 1998 einige ihrer Mitglieder kamen, um am Amrita Kuteeram Hausbauprogramm teilzunehmen und so an verschiedenen Stellen von Kerala bis Gujarat zu helfen. Da durch die Welle Tausende von Häuseren in Südindien dem Erdboden gleichgemacht worden waren, kamen in diesem Jahr die Studenten in ein Bauprojekt nach Kerala in den Bezirk Ernakulam. Ihre Hilfe hat sich auf das Dorf Edavanakkad konzentriert, in dem der Ashram über 50 Häuser bauen wird.
"Sie haben so schwer gearbeitet", sagte Vivek, ein japanischer Ashrambewohner, der seit Jahren schon hilft, die IVUSA-Studenten zu koordinieren. "Sie haben viel Freude, diese finden sie in der Arbeit. Sie sind so eifrig. Sie beginnen am Morgen um 8.00 Uhr und arbeiten dann bis zum Sonnenuntergang. Danach singen sie Bhajans. Einmal kam Swami Poornamritananda und spielte auf seiner Flöte es war für sie wie eine Flötenmeditation".
"Ihre Einstellung steht sehr im Einklang mit dem was Amma uns lehrt, wie wir unsere Arbeit sehen sollen bis hin zur Bereitschaft, die körperlichen Annehmlichkeiten zu überwinden", sagt Gautam, ein Ashrambewohner aus den U.S.A., der ebenfalls an der Koordination des Projektes beteiligt war. "Eine der Parzellen war genau hier auf diesem Morast abgesteckt. Ich sagte, dass wir sie erst einmal säubern müssten, und sie sprangen einfach so in den Matsch und schaufelten drei Tage lang Dreck weg. Schließlich sahen sie alle wie Matsch-Menschen aus."
Andere Arbeiten, die die Studenten verrichteten waren etwa 30 LKW-Ladungen von Betonblöcken zu entladen, Fundamente für 18 Hauser graben und allgemeine Aufräumarbeiten.
Und obwohl die Studenten dafür gezahlt hatten, was viele junge Menschen als "das letzte Opfer" bezeichnen würdenden Flug in ein anderes Land bezahlen, umsonst dort arbeiten und das auch noch in den Ferienhaben die IVUSA-Studenten das Gefühl, dass sie mehr bekommen haben als sie gaben.
"Wenn ich hierher komme sehe ich, dass die Menschen sehr arm sind, aber ihre Augen strahlen so sehr", sagt Hayato Eto, ein junger Student aus Tokio, der zum dritten Mal hier war und an Ashram-Projekten teilnahm. "Ich frage mich immer wieder, was das ist. Ich glaube, sie sind reich im Herzen. Ich habe auch viel über Anpassung gelernt. Bauen in Japan ist ganz anders, alles wird von Maschinen erledigt. Hier werden die Mauersteine mit der Hand getragen. Du lernst wirklich, dich anzupassen.
Täglich wurden die Studenten von ihren Unterkünften zur Baustelle gebracht. Weil die Straße auf dem letzten Kilometer für die Busse zu eng war, stiegen sie aus und gingen zu Fuß. Jeden Tag kamen die Dorfbewohner und begrüßten sie im Vorübergehen. "Es war einfach wunderschön", sagt Gautam. "Am letzten Tag war es wie eine Prozession. Sie sagten zu jedem 'Om Namah Shivaya' und jeder antwortete auf dieselbe Weisesogar die Moslem-Familien. Es war so ein gutes Beispiel für Ammas Lehre, wie einfach die universelle Sprache ist.
Bevor die Studenten nach Japan zurückreisten, machten sie einen kurzen Zwischenstopp in Amritapuri, um Ammas Darshan zu bekommen. Die meisten Menschen trafen Amma und werden durch ihr Vorbild angeregt, der Welt zu dienen. Für diese Studenten lief es genau umgekehrt.
"Der Darsham war so warm", sagt Akina Tomimatsu, eine 20-jährige Frau aus Tokio. "Es war eine Art Liebe, die ich vorher nie erfahren hatte. Alle Menschen, die ich hier getroffen habe, waren so warmherzig. Das ist es, was ich mitnehmen will, wenn ich nach Japan zurückkehrejedem mit Freundlichkeit und Liebe begegnen."
- Tulasi
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