Flutkatastrophe Tsunami in Indien Karitative Projekte Rubrikpfeil Tsunami Rubrikpfeil Übersicht: Hilfsmaßnahmen

Übersicht über die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen nach der Überschwemmung

HilfsmaßnahmenDie Gefahr ist vorbei, aber der Schaden ist angerichtet. Während niemand im Ashram verletzt wurde, haben die Dorfbewohner große Verluste erleiden müssen. Familienangehörige sind entweder in den Fluten umgekommen oder werden noch vermisst. Viele ihrer Häuser und Hütten wurden einfach hinweggespült.


27. Dezember 2004, 8 Uhr 20
  • Amma besuchte die Rettungscamps und tröstete die Evakuierten und die Familien, die Todesopfer zu beklagen haben (siehe auch Link Fotobericht).
  • Auf Anordnung der Regierung muss die Halbinsel, auf der der Ashram liegt, für die nächsten 48 Stunden geräumt werden.
  • ca. 3000 Evakuierte werden vom Ashram in der Ayurveda-Schule und in der Ingenieursschule untergebracht.
  • Der Ashram versorgt alle mit Nahrung, Schlafmatten, Wasser und Milch.
  • Außerdem versorgt der Ashram auch alle von der Regierung eingerichteten Hilfszentren (insgesamt 9 in verschiedenen Schulen) mit Nahrungsmitteln.
  • Die Rettungszentren werden alle zwei Stunden von 6 Rettungswagen mit Teams aus Ärzten und Sanitätern besucht.
  • Die Ashrambewohner bereiten drei Mal täglich Essen für ca. 10.000 Menschen.
  • Der M.A. Math beteiligt sich an den Hilfs- und Rettungsmaßnahmen in Kochin, Trivandrum, Chennai und Pondicherry. Amma hat alle Zweigashrams in Südindien beauftragt, sich an den Hilfsmaßnahmen zu beteiligen.
27. Dezember 2004, 12 Uhr 30

28. Dezember 2004
  • Die Verteilung von Nahrungsmitteln und Kleidung dauert an (Link Fotobericht über die Ausgabe von Nahrungsmitteln und Kleidung).
  • Täglich werden ca. 1000 kg Uppuma, 2000 kg Reis und 1500 Liter Milch verteilt.
  • In den ersten 48 Stunden wurden bereits Medikamente im Wert von ca. 400.000 Rupien an 2000 Patienten ausgegeben (Link Fotobericht über die Rettungscamps).
  • Die Swamis und Brahmacharis helfen bei den Massenverbrennungen der Todesopfer mit (nach indischer Sitte werden die Verstorbenen verbrannt, siehe Link Fotobericht).
  • Amma meditiert und singt mit den Ashrambewohnern und Devotees.
  • Danach kehrt Amma in den Ashram zurück.
  • Bis zur Beendigung der Aufräumarbeiten empfängt der Ashram keine Besucher. Die Wasser- und Elektrizitätsversorgung müssen auch noch wiederhergestellt werden.

29. Dezember 2004
  • Chennai, Nagapatanam und Pondicherry:
    • Rettungswagen und Notärzte des Ashrams besuchen regelmäßig die am schlimmsten betroffenen Gebiete.
    • Der Ashram versorgt täglich 4.000 bis 5.000 Menschen mit Nahrung.
    • Das Essen wird von Devotees gespendet, gekocht und verpackt.
    • Bis jetzt wurden bereits mehr als 10 Lastwagenladungen an Kleidung von Ammas Anhängern gespendet und an die Bedürftigen verteilt.
    • Ungekochter Reis sowie andere Lebensmittel werden regelmäßig geliefert.
    • Desgleichen sammelt der Ashram Decken und Kochutensilien zur weiteren Verteilung.
    • Viele Studenten und Angestellte von Ammas Institutionen beteiligen sich an den Rettungsarbeiten.

  • Vellankanni
    • Amma hat ein Team aus 3 Ärzten und Rettungsassistenten in die Region geschickt. Sie werden von einer Gruppe Freiwilliger begleitet, die sie bei den Hilfsmaßnahmen unterstützen.

  • Vypin, Kerala
    • Ein ganztägig geöffnetes medizinisches Zentrum mit Ärzten, medizinischen Geräten und Medikamenten aus dem AIMS-Krankenhaus wurde eingerichtet.
    • Devotees spenden, wo und was sie können: Reis, Tee, Kleidung, Schlafmatten, Decken, Zucker usw.
    • Schwerverletzte werden ins AIMS-Krankenhaus in Kochin gebracht.

  • Kollam, Kerala
    • Die Hilfs- und Rettungsmaßnahmen gehen unverändert weiter.
    • ca. 1010 kg Reis, 900 kg Uppuma und 860 Liter Milch wurden heute verteilt.
    • Weitere Hilfsorganisationen haben sich den Arbeiten in den Hilfscamps angeschlossen.
    • Bisher wurden 17 Fälle von Darmkrankheiten festgestellt. Diese könnten Vorboten von Seuchen sein.
    • Die Ashramärzte versuchen, die hygienischen Bedingungen unter der Bevölkerung zu verbessern.
    • Der Reinigungsarbeiten im Ashram laufen auf Hochtouren.
    • Ashrambesucher und Ashramiten müssen derzeit noch in den Hilfscamps wohnen.
    • Während die beiden Ashramelefanten, Lakshmi und Ram, noch auf dem Festland untergebracht sind, konnten die Ashramkühe bereits wieder in ihre Ställe gebracht werden.
    • Amma beteiligt sich wie die Brahmacharinis an der Herstellung von Unterwäsche für die Frauen in den Hilfscamps.

30. Dezember 2004
  • Gegen 11:00 Uhr wird vom Innenminister Keralas erneut eine Tsunami-Warnung ausgegeben.
  • In Amritapuri bittet Amma alle, über die Backwaters auf das Festland zu evakuieren.
  • Nachdem die meisten den Ashram verlassen haben, kommt auch Amma aus ihrem Zimmer und sieht sich um. Sie bittet die verbliebenen Ashrambewohner, alle Teller, Bücher, Matten, Kochtöpfe, Lautsprecher und andere Wertgegenstände auf höhere Stockwerke zu verteilen.
  • Amma beteiligt sich ebenfalls an den Arbeiten, die ca. eine halbe Stunde dauern.
  • Die verbliebenen Ashrambewohner bitten Amma dringend, doch auch auf den Universitäts-Campus zu evakuieren. Amma gibt nach und begleitet sie auf die andere Seite der Backwaters.
  • Die indische Regierung fordert alle ausländischen Botschaften auf, ihre Bürger zu informieren, nicht in den Süden zu reisen.
  • Die Tsunami-Warnung wird bald darauf zurückgenommen.
  • Allen Ashrambesuchern geht es gut.
  • Auf dem Universitätsgelände bespricht Amma die weiteren Bedürfnisse der Obdachlosen und Verletzten mit den Hilfskräften und den örtlichen Devotees.
  • Auf Ammas Anweisung hin wird der Schaden, der an den Häusern der Westküste entstanden ist, abgeschätzt.
  • Weiterhin werden Nahrung, Kleidung und Medikamente an die Bedürftigen verteilt.
  • Es treffen weiter regelmäßig neue Freiwillige mit Kleidung und anderen nützlichen Dingen ein.
  • Am Abend meditiert Amma mit den Devotees und singt ein paar Bhajans.
  • Für die nächsten Tage wird auch Amma auf dem Universitätsgelände bleiben.

31. Dezember 2004
  • In den frühen Morgenstunden des Neuen Jahres kam der für die Küche zuständige Brahmachari zu Amma, die gerade Prasad an alle im Ashram verteilte. Er meldete ihr, dass der Transporter, der die Zutaten für die morgendlichen Uppamas für die Hilfscamps besorgen sollte, eine Panne habe. Es würde 4 Stunden dauern, mit einem anderen Transporter die Zutaten für die Ashramküche zu beschaffen. Weitere drei Stunden würde die Zubereitung der Uppamas benötigen - somit wäre es unmöglich, die Hilfscamps rechtzeitig mit Frühstück zu versorgen. Amma beauftragte ihn, sofort einige Devotees zu kontaktieren, die in der nahegelegenen Stadt Kayamkulam Warenläden besitzen, um die nötigen Zutaten von ihnen zu erhalten. Dank der Hilfe dieser Devotees konnte das Früstück rechtzeitig fertig gestellt werden.
  • Das Hauptproblem derzeit ist das Ende der Weihnachtsferien und der Schulbeginn. Die Regierung forderte die in die Schulen evakuierten Menschen auf, die Schulen zu räumen. Amma wies die Brahmacharis an, eine provisorische Unterkunft für diese Menschen auf einem dem Ashram gehörenden gelände in Srayikkad zu errichten.
  • Mit den Neuen Jahr begann auch die Regenzeit mit einem dreistündigen Regenguss. Einerseits war der Regen ein Segen, da er stark genug war, das Land und die Pflanzen und Bäume vom Salz der Fluten zu reinigen. Andererseits wurden viele Menschen, die sich im Freien aufhielten gezwungen, Schutz zu suchen, was zu einer Überfüllung der Hilfscamps führte.
  • Auch die beiden vom Ashram geleiteten Hilfscamps werden zunehmend überfüllt, da viele Evakuierte aus anderen Lagern eintreffen, die wissen, dass die Bedingungen in den von Amma geführten Lagern deutlich besser sind.
  • Ashrambewohner und Devotees aus dem In- und Ausland haben damit begonnen, auch die von der Regierung geleiteten Hilfscamps zu reinigen und Instand zu halten.


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