Flutkatastrophe Tsunami in Indien Karitative Projekte Rubrikpfeil Tsunami Rubrikpfeil Übersicht: Hilfsmaßnahmen

Übersicht über die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen nach der Überschwemmung

01. Januar 2005
  • Inzwischen kehren viele Menschen in ihre Dörfer zurück, um von ihren Häusern soviel wie möglich zu reparieren oder zu retten. In Azhikkal versorgt der Ashram 600 Einwohner und 100 Polizisten drei Mal täglich mit Nahrung.
  • In den Hilfscamps wurde für 7000 Menschen Frühstück zubereitet. Derzeit brauchen nur noch 9 Camps versorgt werden, da viele Leute in ihre Dörfer zurückkehren und die Regierung andere Unterkunftsmglichkeiten bereitstellt.
  • In den zwei vom Ashram geleiteten Camps werden die Menschen mit allem versorgt, was sie benötigen: Sandalen, Seife, Zahnpasta und Zahnbürste, Kämme, Waschpulver, Hemden, Dothi, Unterwäsche, Saris, Unterröcke und Bettzeug. In den zwei Camps wurden sogar Fernseher aufgestellt, um die Menschen auf dem neuesten Stand zu halten.
  • Die Registrierung der Obdachlosen in den zwei Camps wird wie in den anderen Camps von der Regierung durchgeführt. So ist sichergestellt, dass alle Menschen später die gleichen Leistungen vom Staat erhalten.
  • Ashrambewohner und Devotees erkundigen sich reglmäßig bei den Menschen nach deren Bedürfnissen.
  • Das medizinische Team versorgt ca. 1800 Patienten am Tag. Dabei werden nicht nur Medikamente für den Akutfall ausgegeben, sondern auch für die Langzeitversorgung, z.B. für Herzpatienten, Diabetiker oder Asthmatiker.
  • In den Ashram-Camps werden weitere Flutopfer erwartet, da die Regierung einige ihrer in Schulen errichteten Lager aufgrund des Schulbeginns schliessen muss. Daher wurden bereits Pläne gemacht, wie und wo die zu erwartenden Menschen untergebracht werden können.

02. Januar 2005
  • Das medizinische Team, das sich um die Flutopfer kümmert, wurde um Psychologen erweitert, da viele Menschen stark traumatisiert sind und unter Depressionen leiden.
  • Die Camps werden regelmäßig von Reinigungsteams aus dem Ashram besucht. Auch Jugendliche aus der AYUDH, der Jugendorganisation des Ashrams, beteiligen sich an den Reinigungsarbeiten.
  • Es findet ein Treffen statt zwischen Amma und den Stadträten der betroffenen Küstendörfer und -städte, um über die weiteren Maßnahmen zu beraten.

03. Januar 2005
  • "Amma wird 1 Milliarde Rupien für die Rehabilitation der Flutopfer aufwenden", wurde auf einer Pressekonferenz im Ashram angekündigt (entspricht ca. 18 Millionen Euro, siehe auch Link Pressemitteilung).
  • Tamil Nadu und Andhra Pradesh (zwei weitere betroffene indische Bundesstaaten) sollen ebenfalls von dem Wiederaufbauprogramm profitieren.
  • Jede vom Tsunami betroffene Familie in Kerala soll 1000 Rupien erhalten, um sich das Notwendigste kaufen zu können. Dafür wurden bereits 15 Millionen Rupien beiseite gelegt.
  • Der Ashram bietet an, alle Kinder, die durch den Tsunami ihre Eltern verloren haben, zu adoptieren und für ihre Erziehung und Ausbildung aufzukommen.
  • Die Arbeiten an den provisorischen Unterkünften für die Flüchtlinge, die die Lager in den Schulen räumen mussten, haben begonnen.
  • Weitere Devotees aus vielen Ländern haben sich den Hilfs- und Reinigungsteams angeschlossen.
  • Weiterhin werden die Opfer mit Nahrung, Kleidung und ärztlicher Hilfe versorgt.
  • Der normale Tagesablauf konnte im Ashram wieder aufgenommen werden, es treffen die ersten neuen Besucher ein.
  • Nach eine Unterbrechung von sieben Tagen kommt Amma wieder zu den abendlichen Bhajansingen.
  • Amma plant ein fortschrittliches Zentrum einzurichten, das rechtzeitig vor Naturkatastrophen wie dem Tsunami warnen soll.

  • Nagapattinam, Pattinasseri:

    Unter der Leitung des Ashrams haben sich viele Ashrambewohner, Devotees sowie die Ashram-Jugendorganisation AYUDH an vorderster Front bei der Hilfe und Rettung der Tsunamiopfer beteiligt. Dabei hat ihre Hilfe verschiedene Formen angenommen: ein Devotee verteilte 58.000 Packungen Kekse an die Flutopfer, andere spendeten Werkzeug, Kleidung oder auch Nahrungsvorräte.
    In Nagapattinam wurde ein Hilfscamp aufgebaut, das ca. 10.000 Menschen pro Tag versorgt.
    Rettungssanitäter und Ärzte sorgen für medizinische Hilfe.
    Unter Ammas Anleitung halfen die Freiwillen auch, Tote zu bergen und die betroffenen Orte zu reinigen.

10. Januar 2005
  • UnterkünfteDie provisorischen Unterkünfte sind fertig gestellt. Sie haben fließendes Wasser sowie Elektrizität, die durch einen Stromgenerator des Ashrams bereitgestellt wird. Weiterhin stehen 15 Toiletten und 15 Badezimmer zur Verfügung.

    Unter der freiwilligen Mithilfe von Devotees und von Brahmacharis konnten die Arbeiten innerhalb von vier Tagen erledigt werden.

    Derzeit wartet der Ashram noch auf die Zustimmung der Regierung, dass die Menschen aus den Hilfscamps in die provisorischen Unterkünfte übersiedeln dürfen. Außerdem hat der Ashram der Regierung 5 Morgen Land zur Verfügung gestellt, so dass dort von der Regierung ebenfalls provisorische Unterkünfte gebaut werden können (siehe auch Link Fotobericht).

12. - 15. Januar 2005
  • UnterkünfteAm 13. Januar wurden die provisorischen Unterkünfte offiziell eröffnet. Sie umfassen inzwischen auch einen Polizeiposten, eine medizinische Ambulanz, ein Informationsbüro sowie einen Lagerraum.

    Zum Zeitpunkt 15. Januar leben ca. 200 Familien in den Unterkünften. Ihre Kinder erhielten vom Ashram Fußbälle und anderes Spielzeug. Da noch weitere Familien nach einer Bleibe suchen, befindet sich ein sechstes Gebäude bereits im Bau.

16. Januar 2005
  • Der Ashram hat drei Dörfer in Chennai adoptiert. Diese sind Kovalam mit 2000 Familien, Pudunemelli mit 62 Familien und Daeveneri mit 190 Familien.
  • In der Umgegend von Chennai speist der Ashram um die 7500 Menschen täglich.
  • Es wurden Notunterkünfte in Thiruvanniyur aufgebaut, das ca. 60 km von Ammas Ashram in Chennai entfernt liegt.
  • Noch immer werden Lastwagen-Ladungen mit Kleidung, Zahnpasta, Haarbürsten, Seifen, Reis und Keksen verteilt.
  • Friedens-Zeremonien für die Toten, Moksha Deepam, wurden an 4 Orten von Swami Ramakrishnananda und Brahmacharis Vinayamrita und Ajamrita durchgeführt.

18. Januar 2005
  • Der Ashram fährt mit dem Verteilen der 1000 Rupien an die Familien von Allapad fort.
  • Auf die Bitte von Tsunami-Helfern von Sri Lanka schickte Amma Swami Ramakrishnananda auf die Insel.
  • Der Ashram hat den Bau von insgesamt 8 provisorischen Unterkünften beendet, in denen derzeit ca. 200 Familien vorübergehend untergebracht sind.
  • 2000 der Evakuierten in den staatlichen Hilfscamps haben sich in Ammas Camp in der Amrita University begeben.

20. Januar 2005
  • Etwa 15 Dorfbewohner aus Nagappattanam im Bundesstaat Tamil Nadu kamen heute nach Amritapuri. Die Fischer brauchten Ammas Hilfe bei der Überwindung ihrer Angst vor dem Wasser und baten Amma nach Nagappattanam zu kommen.

    Amma spendete fünf Bootsmotoren für die Bewohner von Nagappattanam, die ihre bei dem Tsunami verloren hatten. Die Motoren sind für Fünf-Mann-Boote ausgelegt, so dass nun 25 Fischer bald wieder ihrer Arbeit und dem Fischhandel nachgehen können.

    Der Ashram wird ebenso versuchen, kleine Fischerboote, die den Fischern verloren gingen, und deren Netze zu ersetzen.

    Der Ashram hat sich bereit erklärt, für die Ausbildung zweier Tsunamigeschädigter aus Azhikkal zu sorgen. Die Mädchen werden ihre Ausbildung mit dem Abschluss des Bachelor's of Education auf dem BEd – College, einem Lehrerseminar, in Mysore ablegen.

29. Januar 2005
  • Unterkünfte
    Der Ashram hat der Regierung von Kerala einen neuen Entwurf für ein Haus vorgestellt. Der Grundriss besteht aus zwei Schlafräumen, Esszimmer und einer Toilette im Erdgeschoss. Das Gebäude bekommt ein Fundament aus mehreren Betonpfählen mit einem umlaufenden Ringanker.
    Swami Turiyamritananda hat die Unterkünfte, die vom Ashram auf dem Gelände des Purakkad Devi Tempels in Azhikkal errichtet worden sind, eingeweiht. Obwohl der Tempel bezugsfertig ist, muss die Regierung noch die Erlaubnis erteilen, bevor jemand einziehen kann.

  • Berufsausbildung
    Am 29. Januar startete der Ashram einen Nähkurs in den Notunterkünften in Srayikkad. Mit Nähmaschinen, die der Ashram gestellt hat, werden ca. 75 Frauen lernen, Kleider zu nähen. Das Programm wurde von Swamini Krishnamrita Prana eröffnet. Die Frauen werden für die nächsten 3 Monate 2 Stunden täglich Unterricht bekommen. Amma möchte noch mehr berufliche Ausbildungen anbieten, damit die Dorfbewohner ihren Lebensunterhalt verdienen können.

  • Anstellung
    Der Ashram finanziert 170 jungen Männern, die vom Tsunami betroffen sind, eine Ausbildung im AIMS Krankenhaus als Pflegekräfte. Sie bekommen freie Unterkunft, Essen, Kleider und 500 Rupien pro Woche für die Dauer ihrer Ausbildung. Nach dem erfolgreichen Abschluss wird ihnen eine Anstellung im AIMS Krankenhaus mit einem Einstiegsgehalt von 2000 Rupien angeboten werden. Der Ashram plant, 300 vom Tsunami Betroffene auf diese Weise zu unterstützen. Desweiteren werden 100 junge Männer im ITC (Industrial Training Centre) des Ashrams als Fahrer ausgebildet. Sie bekommen ebenfalls freie Unterkunft, Verpflegung und 500 Rupien wöchentlich während ihrer Ausbildung. Nach ihrem Abschluss wird der Ashram Anstellungen für sie finden.

  • Adoption
    Der Ashram eröffnet für 300 Kinder, die ihre Eltern im Tsunami verloren haben, ein Waisenhaus im Bezirk Nagapattinam, Tamil Nadu.
    Der Ashram hat zwei Jungen aus Alappad, Kannan und Aravind, nach Paripally geschickt, wo sie in das Waisenhaus des Ashrams gehen können. Sie werden in die 7. Klasse der dortigen Schule wechseln. Der Ashram hat überdies 3 geistig zurückgebliebene Kinder aus dem Dorf adoptiert.

  • Medizinische Betreuung
    Der Ashram hat vor kurzem drei hochschwangere Frauen zu vorbereitenden Untersuchungen und zur Geburt ins AIMS geschickt.
    Der Ashram ermöglicht es 7 Frauen, die all ihre Kinder im Tsunami verloren haben, ihre Sterilisierung rückgängig zu machen, so dass sie wieder Mutterfreuden erleben mögen. Ein Patient, der an der Schilddrüse operiert werden muss und ein anderer, der eine Knieoperation braucht, wurden im AIMS kostenfrei behandelt.

  • Geldzuwendungen
    Am 25. Januar verteilte Swami Amritaswarupananda je 750 Rupien an 1565 Dorfbewohner in Arattupuzha in Keralas Bezirk Alappuzha. Das Geld wird für den Kauf von Hausaltsgeräten verwendet.

  • Kostenfreies Essen
    Der Ashram fährt damit fort, dreimal am Tag an 22 Stellen entlang der Beach Road in Alappad, Essen auszuteilen. Auch in bestimmten Schulen in Alappad wird nun Essen ausgeteiilt, damit die Schüler ein warmes Mittagessen bekommen.

30. Januar 2005
  • Keralas Ministerpräsident trifft Amma wegen der Vorschläge des Ashram zur Katastrophenhilfe

    Heute traf sich Amma mit Shri Oommen Chandy, dem Ministerpräsidenten von Kerala um ihren Plan zum Wiederaufbau genehmigt zu bekommen, den der Ahram der Regierung vorgestellt hatte. Amma machte dem Ministerpräsitenten klar, dass es darauf ankomme, jetzt schnell mit dem Wiederaufbau zu beginnen, indem ihm Amma erklärte, wie traumatisiert die Dorfbewohner sind. "Sie schlafen nachts immer noch nicht gut. Selbst wenn es eine Stromschwankung gibt und der Deckenventilator sich schneller dreht, schrecken sie aus dem Schlaf uns denken, dass das eine neue Welle ist,“ sagte Amma.

    Amma stieg auch in die Details des Plan des Ashram ein, die ein ca. 2,4 Meter hohes Fundament einschließt – 70cm über der Erde und 170 cm unterirdisch. Sie drückte ihre tiefe Besorgnis um die Gefühle der Menschen aus und drückte ihren Wunsch aus, ihre Häuser so schnell wie möglich wieder aufgebaut zu sehen.


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