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"Aus Liebe zur Natur" - Bericht vom Pfingsttreffen der GreenFriends 2005

Pfingstttreffen 2005An Pfingsten fand das erste deutschsprachige Treffen der GreenFriends statt. Etwa 25 Erwachsene und 15 Kinder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen auf dem Hof Herrenberg im Odenwald zusammen, um unter dem Motto "Aus Liebe zur Natur" Mittel und Wege zum Schutze der Umwelt zu diskutieren und auszuprobieren.

Foto: Kinder beim
Spielen im Wald


Zu Beginn des 4-tägigen Treffens hielt Piyusha Welsch, die GreenFriends-Verantwortliche für Deutschland einen Vortrag über das Konzept, welches hinter der von Amma ins Leben gerufene Umweltschutzgruppe steckt. Hierbei ging es in erster Linie darum, dass wir uns auf uns selbst und unsere Einstellung der Natur gegenüber besinnen sollten, statt nur auf "die anderen" (Behörden, Industrie, Politik, etc.) zu schimpfen. Außerdem wurde deutlich, wie wichtig es ist, alle Aktivitäten, die wir im Namen der GreenFriends öffentlich durchführen wollen, vorher mit Piyusha abzustimmen.

Da der Fokus jedoch hauptsächlich darauf lag, was jeder Einzelne tun kann, ging es in den Vorträgen, die wir an diesem Wochenende hören konnten, in erster Linie um praktische Informationen und Tipps. Samstags erläuterte Anke aus Göttingen, wie wichtig es ist, sparsam mit Papier umzugehen, da dieses aus dem äußerst kostbaren Rohstoff Holz gefertigt wird, für den wiederum viele Bäume ihr Leben lassen müssen. Neben der Wichtigkeit des sparsamen Umgangs und der Wiederverwendung von Papier ging sie dabei auch auf das Thema Altpapier als sinnvolle und umweltschonende Alternative zu aus Holz hergestelltem und mit allen möglichen Chemikalien behandeltem "Weißpapier" ein.

Pflanzaktion

Foto: Pflanzaktion

Sonntags gab es dann einen ausführlichen Vortrag über EM (Effektive Mikroorganismen) von Bernd Welsch, einem EM-Berater aus Köln, der eigens zu diesem Wochenende angereist war. Neben einer interessanten Einführung in die Thematik nahm Bernd uns anhand vieler nützlicher Tipps und Erfahrungsberichten die Scheu vor dem Umgang mit dieser neuen Errungenschaft und weckte in allen Anwesenden einen großen Enthusiasmus, diese nützlichen Mikroorganismen auch im eigenen Haushalt und Garten einzusetzen. Er erläuterte ferner den direkten gesundheitlichen Nutzen, den auch Mensch und Tier aus der Einnahme von EM-Produkten ziehen können, und gab somit einen guten Überblick über das breite Einsatzspektrum dieser natürlichen Mikroben, welche auch in Ammas Ashram in Indien verwendet werden.

Abends hielt Oliver Prygotzki, ein engagierter Tierschützer aus München, einen Vortrag über sein Fachgebiet und gab uns viele überraschende, aber auch bedrückende Einblicke in den Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft und der Industrie. Er stellte dar, wie grausam den Tieren das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben abgesprochen wird, nur um die Bedürfnisse der Menschen zu stillen. Von besonderem Interesse waren hierbei die Viehhaltung in der Landwirtschaft und Tierversuche in der Kosmetik-Branche. Es wurde deutlich, dass die beste Möglichkeit, etwas gegen Tierquälerei zu unternehmen, darin liegt, unsere Macht und Verantwortung als Konsumenten zu nutzen und nur noch Kosmetika und andere Pflegeprodukte zu kaufen, die auch garantiert ohne Tierversuche hergestellt wurden und natürlich auf tierische Produkte (Fleisch, Fisch, Eier, Milch) so gut wie möglich zu verzichten.

Bokashi-WorkshopMontags führte Bernd Welsch mit allen TeilnehmerInnen einen Bokashi-Workshop durch, in dem alle einmal selbst die Herstellung dieses wertvollen Bodenstoffes aus EM-fermentierten Küchenabfällen, erleben konnten.

Foto: Bokashi-
Workshop


Anschließend führten wir noch in andächtiger Stimmung ein Pflanzritual durch, bei dem alle mit großer Begeisterung teilnahmen.

Aufgelockert wurde das Seminar von Waldspaziergängen, auf denen uns Anke mit vielen Spielen und Aufgabenstellungen in intensiven Kontakt mit der Natur, den Bäumen und den Grünpflanzen brachte. So bildeten wir zum Beispiel eine Karawane, bei der alle hintereinander durch den Wald gingen, ohne jedoch die Augen zu öffnen. Oder jemand wurde mit geschlossenen Augen zu einem Baum geführt, um ihn zu betasten und musste diesen dann anschließend mit offenen Augen wiederfinden.

Der absolute Höhepunkt des Treffens war jedoch das Lagerfeuer. Vineeta röstete über dem offenen Feuer Chapattis, die wir uns gut schmecken ließen. Pavithra und Nath stimmten unter dem sternenklaren Mondhimmel viele verschiedene Lieder und Bhajans an, welche die Stimmung immer ausgelassener werden ließen. Schlussendlich standen wir alle in einem Kreis um das Feuer herum und sangen aus vollem Halse und ganzem Herzen "He Giridhara Gopala", einer der Bhajans, die Amma im indischen Ashram oft anstimmt, wenn sie in besonders fröhlicher Stimmung ist.

PapierherstellungDie Kinder hatten an diesem Wochenende auch sehr viel Spaß. Unter fachkundiger Betreuung von Anke und Markus lernten sie viel über die Bedeutung von Papier und stellten sogar selbst Blätter von Altpapier her, welches mit Blüten durchsetzt war und sehr schön aussah.

Foto: Papierherstellung


Außerdem machten ihnen die Waldspaziergänge mit den Erwachsenen zusammen viel Spaß und auf ihren eigenen Entdeckungstouren konnten sie selbst auch einen noch intensiveren Zugang zur Natur gewinnen. Einige von ihnen kamen sogar zu den Vorträgen der Erwachsenen und es wurde deutlich, wie engagiert sie bereits in diesem jungen Alter sind.

WaldspieleAlles in allem war dieses erste deutschsprachige GreenFriends-Treffen ein voller Erfolg. Alle fühlten sich von den Vorträgen zutiefst inspiriert und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Getragen wurde das Ganze von einem spirituellen Rahmenprogramm mit Archana am Morgen und Bhajans am Abend, welche dem Seminar eine zusätzliche Tiefe und Innigkeit verliehen, so dass sich jeder bei der Abfahrt reich beschenkt und kraftvoll aufgeladen fühlte.

Foto: Waldspiele: Bäume wiedererkennen