Amrita Nidhi: Eine Rentenkasse für bedürftige Frauen

Frauen beantragen eine RenteEine dringend benötigte Hilfe

In einer Zeit, in der Kinder ihre Verantwortung für ihre alten Eltern vergessen und ihnen Essen und Unterkunft verwehren, ist Ammas Hilfe in Form einer Rentenkasse für verarmte Frauen eine dringend benötigte Unterstützung. Verteilt über das gesamte Land bekommen jetzt 50.000 Frauen monatlich die Amritanidhi-Rente. Die begünstigten Frauen sind entweder verwitwet, mit kranken oder arbeitsunfähigen Männern verheiratet oder müssen sich mittels karg bezahlter Gelegenheitsarbeiten mühselig über Wasser halten. Im Gegensatz zu den staatlichen Renten, die auslaufen, sobald die Kinder der Rentenempfänger 18 Jahre alt geworden sind, werden die Renten des M.A. Math lebenslang ausgezahlt.

"So viele notleidende Frauen bekommen keine staatliche Rente"

Eine Frau nach Bewilligung der RenteSmt. Sarada, Koordinatorin von Amritanidhi, prüfte in den ersten drei Monaten 10.000 Anträge. Mit Unterstützung von freiwilligen Helfern wurden täglich Hunderte von Briefen gelesen. Smt. Sarada und ihr Team brauchten mehr als ein Jahr zur Sichtung der Anträge und für die persönlichen Treffen mit den Antragstellerinnen. Sie sagt,"Amma hat ein unendliches Mitgefühl. Sie weiß, dass die meisten Familien hier für ihren Lebensunterhalt vom Meer und den Kokosbäumen abhängig sind. Die Fischerei ist für die Männer sehr beschwerlich, oft werden sie wegen dieses harten Lebens arbeitsunfähig oder krank. Küstenfischerei ist saisonbedingt. Jedes Jahr gibt es hier Hungersnöte. Die Familien können ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten. Bei meiner Arbeit hier habe ich gesehen, in welch misslicher Lage die Menschen oft sind. Die Männer fallen von den Kokosbäumen, verletzen sich ihre Hüften oder bekommen Bandscheibenprobleme, erkranken an Tuberkulose oder Krebs. Es ist einfach schrecklich. Mitunter bringen die Frauen Fotos ihrer kranken Männer mit, wenn sie ihren Antrag stellen. Da sie oft nicht schreiben können, helfen wir ihnen. Wir bereiten in jedem Distrikt von Kerala handschriftliche Listen für Antragstellerinnen vor. Es gibt Tausende von Antragstellerinnen, die u.a. auch von unseren Zweig-Ashrams geschickt werden. Es ist ein Problem, dass so viele Frauen nicht in die staatlichen Rentenkassen aufgenommen werden. Die staatlichen Gelder sind bestimmten Erwerbszweigen wie der Landwirtschaft oder der Kokosbastherstellung vorbehalten oder gehen nur an behinderte Menschen. Unser Rentenkassensystem ist deshalb eine notwendige Ergänzung."

Foto-Erklärungen: oben: Frauen beantragen die Rente vor dem Tempelgebäude in Amritapuri; unten: eine Frau freut sich über die bewilligte Rente

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